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LED LIGHTS · DESIGNED, ENGINEERED & MANUFACTURED IN GERMANY

Maschinenbeleuchtung — Sichtsicherheit nach EN 1837

Anforderungen an Beleuchtung in CNC-Bearbeitungszentren, Sondermaschinen und Automation. EN 1837, Beleuchtungsstärken, Vibrationsfestigkeit und Bauformen.

Beleuchtung als Sicherheitsfunktion der Maschine

Maschinen­integrierte Beleuchtung ist nicht nur Komfort, sondern eine sicherheits­relevante Funktion. Die EN 1837 (Sicherheit von Maschinen — Maschinenintegrierte Beleuchtung) ist die einschlägige Norm für die Auslegung. Sie definiert Mindest-Beleuchtungs­stärken am Bearbeitungspunkt:

  • 500 Lux — Mindestwert für unkritische Sichtarbeit an der Maschine
  • 1.000 Lux — Standard für übliche Bearbeitungs- und Sichtprüfaufgaben
  • 1.500 Lux und mehr — Feinwerk, Werkzeugwechsel, Erstmuster-Inspektion

Bedeutsam ist nicht nur der Mittelwert, sondern die Gleichmäßigkeit (U₀ ≥ 0,7) und die Blendungs­begrenzung. Lichtquellen mit hohem Direktblend­anteil disqualifizieren sich für Maschinenarbeitsplätze unabhängig von der absoluten Beleuchtungsstärke.

Bauformen für die industrielle Maschinenintegration

Maschinen­hersteller integrieren Leuchten typisch in eine von drei Bauformen:

  • Rohrleuchten — schmaler Baukörper, ideal für lange Bearbeitungsräume entlang der Z-Achse oder im Arbeitsraum-Deckenanschluss.
  • Flach-Aufbauleuchten — geringe Bauhöhe, magnetisch oder verschraubt befestigt, kühlmittelfest.
  • Signalleuchten — kombinieren Beleuchtung mit Statusanzeige (z.B. weiß = Betrieb, rot = Störung), gekoppelt an die Maschinensteuerung.

Für die Integration sind Vibrationsfestigkeit nach IEC 60068-2-6 (Schwingung) und EMV nach EN 61000-6-2 (Industrieumgebung) Pflicht — sonst riskiert man Lichtausfall oder Steuerungs­störungen bei rauen Betriebsbedingungen.

Mechanischer Schutz im Bearbeitungsraum

Im Arbeitsraum einer Werkzeug­maschine fliegen Späne mit hoher kinetischer Energie. Lichtauskoppel­scheiben aus Standard-Acryl halten dem selten dauerhaft stand. Bewährt sind:

  • Polycarbonat (PC) mit Splitterschutz — zäh, bruchsicher, höhere Trübungsneigung bei UV/Hochtemperatur.
  • Gehärtetes Borosilikatglas — beständig gegen Hitze und Kratzer, höheres Gewicht, geringe Wartungsanfälligkeit.

Die mechanische Schutzart wird über die IK-Klasse (IEC 62262) angegeben — IK08 (5 Joule) ist üblicher Industrie-Mindest­wert, IK10 (20 J) für freischwingende Anbringung im Arbeitsraum.

Hinweis: Stand der Norm-Angaben: 18.06.2026. Normen und Vorschriften werden regelmäßig aktualisiert — bitte aktuelle Fassung prüfen.

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