Flicker
Unter Flicker versteht man durch schwankende Versorgungsspannungen, wie zum Beispiel im 230V AC Niederspannungsnetz, ausgelöste Lichtdichtenschwankungen von Leuchtmitteln. In Bezug auf LED-Technologie und die verwendeten Vorschaltgeräte (gerade bei einfachen Transformatoren ist deutlicher Flicker messbar) sind diese Schwankungen sehr hochfrequent und nicht durch das bloße Auge feststellbar.
Die von LED2WORK verwendeten LED Chips sind allesamt mit technischen Einrichtungen zur Lichtstromstabilisierung ausgestattet und kompensieren Spannungsschwankungen der Netzteile über weite Eingangsspannungs-Bereiche. Diese sind bei den jeweiligen Leuchten angegeben.
Stroboskopeffekt
Herkömmliche Leuchtmittel arbeiten häufig direkt mit der Netzspannung und unterliegen dadurch einer Frequenz von 50 Hz. Der Strom wechselt 100 Mal pro Sekunde seine Richtung. Das erzeugte Licht pulsiert in einer für das Auge nicht erkennbaren Geschwindigkeit. Dieser Umstand kann rotierende Teile in diesem Licht stehend er- scheinen lassen. Werden unsere LED Chips mit geregelten Schaltnetzteilen versorgt und nicht per Pulsweitenmodulation gedimmt, so ist ein stroboskopischer Effekt auszuschließen. Damit eignen sich unsere Leuchten auch für Kameraanwendungen, wie sie bei optischen Inspektionen genutzt werden.
Flimmern
Technisch versteht man unter Flimmern Leuchtdichtenschwankungen, die nicht durch die Versorgungsspannung, sondern durch den Aufbau des Leuchtmittel selbst generiert werden.
Nahezu alle von uns verbauten Leuchtmittel verwenden kontinuierlich arbeitende Linearregler zur Stabilisierung und Regelung der Versorgungsströme anstatt schnell schaltender Elemente genannt Schaltwandler, welche zusätzliches Flimmern generieren könnten.
Messgrößen und EU-Vorschriften: PstLM, SVM und Eco-Design
Seit der EU-Verordnung 2019/2020 (Eco-Design-Verordnung Beleuchtung, anwendbar ab 1. September 2021) sind für netzbetriebene LED-Lichtquellen die folgenden Grenzwerte gesetzlich verbindlich:
- PstLM ≤ 1,0 — bewertet die wahrnehmbare Flicker-Intensität bei niedrigen Modulationsfrequenzen. PstLM (Short-Term Flicker Severity) ist das normierte Maß für sichtbares Lichtflimmern. Werte ≤ 1,0 gelten als für den Menschen nicht störend wahrnehmbar.
- SVM ≤ 0,4 — bewertet den Stroboskop-Effekt bei höheren Frequenzen (Sichtbarkeit bei bewegten Objekten). SVM (Stroboscopic Visibility Measure) liegt für unauffällige Beleuchtung typisch unter 0,4.
Diese Grenzwerte gelten für jede neu in der EU in Verkehr gebrachte Lichtquelle. Datenblätter seriöser Industriehersteller weisen die gemessenen Werte beider Größen explizit aus. Bei Arbeitsplätzen mit rotierenden oder schnellen Maschinenbewegungen sollte SVM in der Praxis deutlich unter dem gesetzlichen Maximalwert liegen, um den Stroboskop-Effekt zuverlässig zu vermeiden.
