Abstrahlwinkel
Der Abstrahlwinkel gibt Auskunft darüber, in welchem Winkel das Licht nach vorn zum größten Teil abgestrahlt wird. Dieser Winkel ist abhängig von der Art der Leuchte (Spot-Leuchte oder Flächen-Leuchte) und beträgt zwischen 10° und 125°. Zur fokussierten Beleuchtung (Spot-Leuchten) haben wir LED-Leuchten mit 10°, 16°, 25° oder 40° Optiken, dabei bündelt eine Linse das Licht und verhindert so die Streuung. Bei den Flächenleuchten ist das Ziel eine größere Fläche homogen auszuleuchten, bei diesen Leuchten betragen die Winkel 60°, 100°, 120° und 125°.
Light-Forming-Technology (LED2WORK-eigene Bezeichnung)
Der LED Chip selbst hat einen Abstrahlwinkel von 120°. Mit Hilfe von Reflektoren aus hochspiegelndem Aluminium, sowie speziellen Lichtstreufolien wird das Licht gelenkt und zielgerichtet verstärkt.
Lichtverteilungskurven und -klassen
Die räumliche Verteilung des Lichts wird über die Lichtstärkeverteilungskurve (LVK) dargestellt. Industriell werden zwei Grundformen unterschieden:
- Rotationssymmetrisch: Das Licht wird gleichmäßig um die Lampenachse abgestrahlt. Typisch für Hallen- und Punkt-Strahler.
- Asymmetrisch / Batwing: Das Licht wird gezielt zur Seite verteilt mit Minimum direkt unter der Leuchte. Reduziert Glanzschleier und Doppelschatten an Maschinen und langgestreckten Arbeitsplätzen.
Für Arbeitsplatzbeleuchtung gibt der Blendungsbegrenzungs-Faktor (K-Wert) Auskunft über die seitliche Abschirmung. Niedrige K-Werte bedeuten geringere Blendung an Sichtarbeitsplätzen. Die DIN EN 12464-1 gibt für unterschiedliche Sehaufgaben Mindestanforderungen an die Lichtverteilung vor.
Photometrische Datenformate für die Lichtplanung
Industrieleuchten werden in Lichtplanungssoftware (z.B. DIALux, Relux) anhand standardisierter Datensätze geprüft. Drei Formate sind verbreitet:
- EULUMDAT (.ldt): Europäischer De-facto-Standard, kompakt und gut lesbar.
- IES (.ies): Nordamerikanischer Standard nach IESNA LM-63, weltweit unterstützt.
- CIE i-Format: seltener, wird von einzelnen Planern angefragt.
Für eine belastbare Beleuchtungsauslegung sollte für jede industriell eingesetzte Leuchte mindestens ein Datensatz im LDT- oder IES-Format vom Hersteller bereitstehen. Reine Datenblatt-Werte (Lumen, Abstrahlwinkel) ersetzen keine vollständige LVK.

